Konzept und Erfahrungen (Stand: März 2011)



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 für Burgoberbach ...

 

... sollte der neue Gottesdienst werden, der am 19. März 2006 in der Schule in Burgoberbach, Wassertrüdinger Str. 15, startete. 60 statt der bisher 10 bis 20 Besucher wären ein tolles Ergebnis, das wünschten sich Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr und Pfarrer Hans Löhr zusammen mit den Kirchenvorstehern. Wegen Überfüllung konnten wir 2010 einen 2. Lichtblickgottesdienst für "Frühaufsteher" um 9:00 Uhr anbieten. Jetzt kommen alle 14 Tage über 300 Gottesdienstgäste vorwiegend aus der jüngeren und mittleren Generation in die Aula unserer Schule, davon circa 60 Kinder in den gleichzeitig stattfindenden Kinder-Lichtblick. Und sie kommen nicht nur aus Burgoberbach, sondern aus allen Dörfern unserer Pfarrei. 50 Prozent der Lichtblick-Gäste kommen aus der Region im Umkreis von 30 Kilometern.

Nach wie vor geht es mit viel Elan in jeden neuen Lichtblick-Gottesdienst jeweils am ersten und am dritten Sonntag des Monats um 9:00 Uhr und 10.30 Uhr. Dabei setzen wir folgendes Konzept um:

1. Wir feiern den ‚Lichtblick’ aus Platzgründen in den Räumen der Albrecht-von-Eyb-Schule. Das erleichtert auch denen den Zugang, die bisher einem Gottesdienst in einem Kirchenraum eher distanziert gegenüber gestanden haben.
2. Wir singen neue geistliche Lieder, die von jungen Christen in den letzten Jahren geschrieben worden sind. Auf traditionelle Liturgie wird bewusst verzichtet. Der Lichtblick wird konfessionsunabhängig gefeiert.
3. Der Gemeindegesang wird von einer sechsköpfigen Band begleitet, die am Abend vor jedem Lichtblickgottesdienst 2 Stunden lang probt.
4. Eine Frau oder ein Mann unserer Kirchengemeinde moderiert. Er / sie begrüßt die Besucherinnen und Besucher und führt durch den Gottesdienst.
5. Unsere Aufgabe als Pfarrerin und Pfarrer ist die Predigt. Sie behandelt aktuelle Themen und nimmt grundlegende Lebenserfahrungen auf, von Zeit zu Zeit anschaulich gemacht durch ein Interview, einen Song oder Filmausschnitte. Die Predigt will ‚alltagstauglich’ sein, zum Leben ermutigen und im Glauben stärken.
6. Der 'Lichtblick' wird 'zivil' gefeiert, d.h. ohne schwarzen Talar.
7. Kinder sind herzlich willkommen! Sie feiern gleichzeitig mit einem Mitarbeiterteam ihren Kinderlichtblick in eigenen Räumen.
8. Im Lichtblickgottesdienst kommt neue Technik zum Einsatz. So werden Liedtexte und Bilder als Powerpointpräsentation über Notebook und Beamer auf eine Leinwand projiziert. Die Soundanlage sorgt für guten Ton und ein Lichtkonzept für eine gute Sicht. Predigten können auf der Internetseite der Gemeinde www.sommersdorf-thann.de nachgelesen oder angehört werden. [Lichtblick-Predigten zum Lesen / zum Anhören]
9. Im Foyer der Schule vor dem Gottesdienstraum ist ein Medientisch aufgebaut, an dem Bücher, CDs und Geschenkartikel angeboten werden..
10. Vor und nach jedem Gottesdienst wird eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen angeboten. Dabei können die Gottesdienstgäste miteinander ins Gespräch kommen. Für die Konfirmanden gibt's einen "Cola-Stammtisch". Die gelöste, freundliche und heitere Atmosphäre ist ein Geheimnis für die Attraktivität dieses Gottesdienstes.
11. Der ‚Lichtblick’ wagt sich auf Neuland vor. Denn die Gestaltung des Gottesdienstes ruht auf vielen Schultern. Es gibt ein Team, das sich um die Musik für den Gottesdienst kümmert, eins für die Technik, eins für die Gestaltung des Gottesdienstsraums, eins für den Medientisch, eins für den Lichtblick-Kaffee und eins für den Kinderlichtblick. Nach Gottesdienstschluss helfen viele Hände, auch von Besucherinnen und Besuchern, mit, dass die Schule so verlassen werden kann, wie wir sie vorgefunden haben. Und vor dem Gottesdienst helfen zwei Einweiser, einen Parkplatz zu finden.
12. Der Lichtblick ist Anstoß für weitere Glaubensangebote: Hauskreise, Glaubenskurs, Teilnahme an Kongressen. Ein besonderes Angebot für Glaubenswachstum sind seit Mai 2010 die täglichen Auslegungen von Tageslosung und Lehrtext fünfmal die Woche durch Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr und Pfarrer Hans Löhr: http://glaubenswachstum.blogspot.com/


Kirchenvorstand, Pfarrerin und Pfarrer sind für diese segensreiche Entwicklung dankbar und freuen sich über die Vielzahl von großenteils neuen
Mitarbeitenden (ca. 30 !).

 

Der Lichtblickgottesdienst ist kein Ersatz für den traditionellen evang. Gottesdienst in unseren beiden Kirchen, sondern eine notwendige, bisher vermisste Ergänzung. Wer den liturgischen Gottesdienst in vertrauter Form sucht, ist weiterhin in der Schlosskirche in Sommersdorf und in der Peterskirche in Thann willkommen.

Wagen Sie sich mit uns auf Neuland vor und erleben Sie ‚Lichtblicke’. Wir freuen uns auf Sie und danken allen, die uns auf vielfältige Weise unterstützen.

 

Elfriede Bezold-Löhr und Hans Löhr (Pfarrerin und Pfarrer in den evang.-luth. Gemeinden Sommersdorf mit Burgoberbach und Thann)

 

p.s. Die Einführung des Lichtblick-Gottesdienstes wurde vom Kirchenvorstand im November 2005 einstimmig beschlossen, nachdem wir gemeinsam eine ähnliche Gottesdienstform in Neuenburg / Baden kennen gelernt hatten.

 

Fränkische Landeszeitung, 6. April 2006